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Tensid-Reiniger keine „Wundermittel“
Werbung oft irreführend!

ei-kolumbus-popupDie irreführenden Werbebehauptungen der Vertreiber von Tensid-Reinigern zur Ölbeseitigung und ihre ökologischen Konsequenzen ... mehr

Sofortmaßnahmen bei Mineralölunfällen –
Ölbindemittel sind die richtige Wahl!

image-top-module2Bewährt, zuverlässig und innovativ. Viele Publikationen, insbesondere seitens der GGVU, erwecken derzeit den Anschein, dass Ölbindemittel und deren Anwendung nicht mehr zeitgemäß sei. ...mehr

Anmerkungen zur LTwS-Schrift Nr. 27, „Anforderungen an Ölbinder, Merkblatt zu Ölbinder, Merkblatt Schwimmende Ölsperren für Binnengewässer“

 

Die LTwS-Schrift Nr. 27 stammt vom August 1998. Bitte beachten Sie, dass sich in der Zwischenzeit einige Schriften, auf die Bezug genommen wird, geändert haben:

 

  • VbF wurde durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) ersetzt.
  • GGVS wurde durch GGVSE ersetzt, die Einteilung erfolgt nicht mehr nach Randnummern, sondern nach Kapiteln.
  • Nach der „Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis“ gelten die Abfallschlüsse
    + 15 02 02 = besonders überwachungsbedürftige Abfälle KrwAbfG § 41 (Gefahrstoffe wurden aufgesaugt
    + 15 02 03 = wenn keine Gefahrstoffe aufgesaugt wurden


Darüber hinaus wurde die Liste der Prüfstellen für Prüfungen gem. den „Anforderungen an Ölbinder“ (vormals LTwS-Schrift Nr. 15) wie folgt erweitert:

  • DEKRA Umwelt GmbH, Labor für Umwelt- und Produktanalytik, Handwerkstr. 15, 70565 Stuttgart
  • Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen, 44285 Dortmund
  • Polymer-Institut, Quellenstr. 3, 65439 Flörsheim-Wicker


Die arbeitsmedizinische und umwelttechnische Beurteilung erstellt:

  • Hygiene Institut des Ruhrgebietes, Rotthauser Str. 19, 45879 Gelsenkirchen

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Das Ei des Kolumbus?

 

Die irreführenden Werbebehauptungen der Vertreiber von Tensid-Reinigern zur Ölbeseitigung und ihre ökologischen Konsequenzen

In erheblichem Umfange werden die mit der Beseitigung von Ölverschmutzungen betrauten Fachkreise seit einiger Zeit mit Werbematerialien, Prospekten und Videos von Herstellern angeblich vollkommen neuartiger Entölungsprodukte und –technologien auf Basis sogenannter „umweltfreundlicher Tenside“ beliefert. Diese sollen angeblich „volle Umweltverträglichkeit“ besitzen, die „schnelle rückstrandsfreie Beseitigung der Ölschäden auch auf Gewässern“ garantierten, wobei sie „vollständig und rückstandsfrei abbaubar“ seien. Es gäbe „kein Absinken“ des in das Gewässer eingebrachten Öls, dafür aber eine „vollständige Beseitigung des ökologischen Gefährdungspotentials“.

Diese angeblichen Wundermittel halten jedoch nicht, was von den Herstellerfirmen in den Werbeprospekten versprochen wird. Vielmehr haben nationale und internationale Studien ergeben, daß die Anwendung dieser sogenannten „umweltfreundlichen“ Tenside insbesondere auf Gewässern ökologisch unvertretbar ist. Seriöse Hersteller von Tensidprodukten weisen den Nutzer daher darauf hin, daß diese lediglich zur Nachreinigung von Ölspuren auf festen Untergründen verwendet werden dürfen, nach dem Gebrauch aufgenommen und geordnet entsorgt werden müssen und insbesondere nicht zum Gebrauch auf oder in Gewässern geeignet sind.

Nach den unwahren Anpreisungen der Hersteller der angeblich „innovativen Tensidprodukte“ können die Produkte sowohl im Wasser als auch auf festem Untergrund aufgebracht werden. Bei auf der Straße ausgelaufenem Öl könne man das Öl-Tensidgemisch schlicht in den Straßengraben spülen, wo es von Mikroorganismen „vollbiologisch“ abgebaut werde. Bei einem Einsatz auf dem Wasser sei es ausreichend, das Produkt mikrofein auf den Ölfilm zu sprühen, ein mechanisches Aufnehmen des Öls sei nicht erforderlich, dieses werde von Mikroorganismen „vollständig und rückstandslos abgebaut“.

Würden diese Werbeaussagen der Hersteller zutreffen, bedeutete dies für die mit der Ölbeseitigung betrauten Spezialkräfte eine erhebliche Arbeitserleichterung gegenüber den herkömmlichen Methoden der Ölbeseitigung bei gleicher oder sogar besserer Umweltverträglichkeit.

Entgegen den vollmundigen Anpreisungen in der Werbung ist das Wirkprinzip der angeblich innovativen Mittel jedoch ein altbekanntes. Die Produkte zerlegen das ausgelaufene Öl – wie bei Tensiden üblich – in kleinste Bestandteile, wobei jedoch die chemische Substanz unverändert bleibt .
Dadurch entsteht eine Emulsion, die sich fein im Gewässer verteilt, in größerem Umfang zu Boden sinkt und in den sauerstoffarmen Schichten von den vorhandenen Mikroorganismen nicht oder nur unter einem das ökologische Gleichgewicht des Gewässers zerstörenden Sauerstoffverbrauch zersetzt werden kann. Bei einem sichtbaren Ölfilm auf festem Untergrund ist das Wirkprinzip ebenfalls „aus den Augen, aus dem Sinn“. Das Öl-Tensidgemisch soll mit Wasser in den Straßengraben gespült werden. Da ein relevanter Abbau lediglich in den sauerstoffreichen oberen 5 cm Erdreich erfolgen kann, führt ein weiteres Absinken des Öl-Tensidgemischs in tiefergelegene sauerstoffarme Schichten dazu, daß ein Abbau aufgrund des hohen Sauerstoffverbrauchs der abbauenden Mikroorganismen nicht oder nur schwer möglich ist. Die angebotenen „innovativen“ Tensid-Produkte beseitigen die Verschmutzung somit nur optisch, können jedoch das Problem im Kern nicht lösen.

Es ist daher festzuhalten, daß der Einsatz derartiger Mittel nicht zu einer Beseitigung der Verschmutzung, sondern zu einer chemischen Belastung der Gewässer bzw. des Erdreiches auf lange Zeit und zu einer über die Ölverschmutzung hinausgehenden Umweltbelastung führt

Durch die unseriöse Werbung mit der angeblichen Unweltverträglichkeit und der tatsächlich nicht vorhandenen Eignung zur Beseitigung von Ölverschmutzungen in Gewässern nutzen die Hersteller die Unkenntnis der Verbraucher über die Wirkweise von Tensiden sowie deren Umweltbewußtsein mit nicht unerheblichem Erfolg für ihre wirtschaftlichen Zwecke aus und nehmen die daraus resultierenden ökologischen Langzeitfolgen, welche aus der unzureichenden Wirksamkeit ihrer Produkte resultieren, billigend in Kauf.

Seit Jahren ist jedoch in Fachkreisen bekannt und unumstritten, daß Tenside auf dem Wasser nicht eingesetzt werden dürfen. Ein Einbringen solcher Stoffe in Gewässer durch die mit der Ölbeseitigung betrauten Kräfte verstößt gegen das EU-Wasserhaushaltsgesetz und erfüllt unter Umständen sogar den Straftatbestand der Gewässerverunreinigung (§ 324 StGB). Ein Aufbringen von Tensiden auf Ölverschmutzungen auf festem Untergrund ist hingegen anerkannterweise zur Nachreinigung geeignet. Die Reinigungslösungen müssen in jedem Falle nach dem Gebrauch ordnungsgemäß aufgenommen und entsorgt werden.

Im Interesse der Umwelt sowie zur Vermeidung strafrechtlicher Konsequenzen kann den Fachleuten nur angeraten werden, nicht den unseriösen Werbeaussagen selbsternannter „Wundermittel-Hersteller“ zu vertrauen, sondern sich weiterhin an die geltenden Vorschriften und die Empfehlungen des Arbeitskreises des Umweltbundesamtes sowie seiner Fachgremien LTWS und GMAG, welche unter www.uba.de, www.ltws.de und www.goec-ev.de im Internet abzurufen sind, zu halten.

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LTwS-Schrift Nr. 31 zurückgezogen

 

Im Rahmen der Überarbeitung der LTwS-Schrift Nr. 31 "Anforderungen an Chemikalienbindemittel" und Überführung in das Regelwerk der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA e.V.) wird diese Schrift zurückgezogen und verliert damit ihre Gültigkeit. Prüfungen auf der Grundlage der LTwS-Schrift Nr. 31 werden nicht mehr durchgeführt und Prüfzeugnisse nicht mehr erteilt. Die bisher von den Prüfinstituten erteilten Zeugnisse bleiben für die Dauer ihrer Laufzeit gültig. Eine weitere Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist nicht möglich. Die Prüfinstitute wurden gebeten entsprechend zu verfahren.
Öffentliche Stellen werden gebeten, im Ausschreibungstext nicht mehr Bezug auf die LTwS-Schrift Nr. 31 zu nehmen.
Informationen zu den neuen Prüfvorschriften erhalten Sie zu gegebener Zeit auf der Website der DWA: http://www.dwa.de
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Neues Dach für den Fachausschuss GMAG

 

Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der DAW e.V. und der Bundesanstalt THW (siehe PRESSEMITTEILUNG) wird der Fachausschuss GMAG organisatorisch als IG 7 dem DWA Hauptausschuss "Industrieabwasser und anlagenbezogener Gewässerschutz (HA-IG) zugeordnet. Informationen über Veröffentlichungen und Ausbildungsveranstaltungen sollen zukünftig auf der Website der DWA e.V. und auf der Website des THW erfolgen.
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Pressemitteilung des Verbandes der Hersteller geprüfter Öl- und Chemikalienbindemittel

 

Momentan wird durch diverse Berichte und Veröffentlichungen der Anwender von Ölbindemitteln stark verunsichert.
Viele Publikationen, insbesondere seitens der GGVU, erwecken derzeit den Anschein, dass Ölbindemittel und deren Anwendung veraltet / nicht mehr zeitgemäß sei. Als Stand der Technik wird die von den GGVU-Mitglieds-betrieben angebotene maschinelle Reinigungstechnik angepriesen. Diese Art der Darstellung entspricht jedoch nicht dem Inhalt des häufig angesprochenen DWA-Merkblattes M 715, das beide Wege – die Reinigung mit Ölbindemitteln und die auf Ölspuren beschränkte maschinelle Reinigung – nebeneinander und ohne Wertung darstellt.
Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, und beide haben nicht deckungsgleiche Anwendungsspektren. So sind Ölbindemittel z.B. bei allen Unfällen mit Flüssigkeitsaustritten im Literbereich zur Eindämmung und Aufnahme unverzichtbar.
Allein die Tatsache, dass Ölbindemittel bereits sehr lange angewendet werden, macht diese per se nicht schlecht. Oder essen Sie kein Brot mehr, nur weil es das schon sehr lange gibt? Und natürlich hat es auch bei den Ölbindemitteln zahlreiche Weiterentwicklungen gegeben. So sind dank verbesserter Entstaubungstechniken seit ein paar Jahren sehr effektive Feinkornprodukte auf dem Markt, die durch ihre optimalen Kontaktmöglichkeiten mit dem Untergrund Öle auch aus den Poren des Untergrundes saugen.

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